
Beim Generationenturnier am Badesee trafen neun Erwachsene auf neun Jugendliche, um die alte Schachfrage zu klären: Gewinnt am Ende die Erfahrung oder die Jugend? Die Antwort lautete diesmal: die Erfahrung – aber deutlich knapper, als es das Endergebnis vermuten lässt.
Die Erwachsenen konnten ihre Routine, ihr strategisches Verständnis und die eine oder andere über Jahrzehnte gesammelte Schacherfahrung erfolgreich einsetzen und entschieden das Duell für sich. Die Jugendlichen machten es ihren Gegnern jedoch alles andere als leicht. Mit mutigen Angriffen, frischen Ideen und hohem Kampfgeist brachten sie die „alte Garde“ mehrfach ins Schwitzen und sorgten für manche kritische Stellung auf den Brettern.
Besonders erfreulich war die freundschaftliche Atmosphäre, in der sich Jung und Alt begegneten. Zwischen Badesee-Idylle, konzentriertem Grübeln und gelegentlichen Diskussionen über verpasste Chancen stand vor allem die gemeinsame Freude am Schach im Mittelpunkt. Am Ende blieb der Sieg zwar bei den Erwachsenen, doch die Jugendlichen zeigten eindrucksvoll, dass die Zukunft des Schachs in guten Händen ist – und dass die erfahrene Generation ihre Stellung am Brett keineswegs als selbstverständlich betrachten darf. (Anton Ostermann)